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Was macht EnBW AutoCharge?
Nach einer einmaligen Registrierung erkennt ein geeigneter EnBW-Schnellladepunkt mein Auto über den CCS-Anschluss. Die Authentifizierung erfolgt automatisch, anschließend startet der Ladevorgang. Ich muss dafür weder die mobility+ App öffnen noch eine Ladekarte vorhalten.
Voraussetzung sind ein passendes Fahrzeug, ein aktives mobility+ Profil mit Ladetarif und eine AutoCharge-fähige CCS-Schnellladesäule. Ob das hinterlegte Auto unterstützt wird, lässt sich in der EnBW-App prüfen. Bei meinem BMW iX3 hat es funktioniert; daraus folgt natürlich nicht, dass jedes Elektroauto oder jeder Softwarestand automatisch kompatibel ist.
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Einmalig einrichten: So lief es bei mir
Ich habe AutoCharge spontan während einer Fahrt an einer geeigneten EnBW-Schnellladesäule eingerichtet. Die mobility+ App führte mich Schritt für Schritt durch den Vorgang:
- 1. Profil öffnenIn der App unter „Profil → Ladekarten & AutoCharge“ die Option „AutoCharge aktivieren“ auswählen.
- 2. Standort auswählenDie EnBW-Schnellladestation auswählen, an der das Auto tatsächlich steht.
- 3. Noch nicht einsteckenDer CCS-Stecker darf zunächst nicht im Fahrzeug stecken. Die App fordert ausdrücklich dazu auf, das zu bestätigen.
- 4. Aktivierung bestätigenDie geführten Schritte in der App bestätigen und auf die Aufforderung zum Einstecken warten.
- 5. CCS-Stecker verbindenErst jetzt das Kabel mit dem BMW iX3 verbinden und kurz warten.
Wichtig: Bei der ersten Einrichtung nicht vorschnell einstecken. Das ist genau der Punkt, den man beim normalen Laden intuitiv leicht andersherum machen würde.
Bei mir dauerte die Registrierung nach dem Einstecken ungefähr eine Minute. Anschließend startete direkt auch der aktuelle Ladevorgang. EnBW nennt für den Aufbau der Kommunikation und die Authentifizierung normalerweise 10 bis 60 Sekunden; das ist eine Anbieterangabe und keine eigene Messung.
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Danach: tatsächlich nur noch einstecken
Der nächste Versuch am EnBW-Schnelllader beim Rewe war dann tatsächlich so unspektakulär wie erhofft: hinfahren, Ladebuchse öffnen, CCS-Stecker einstecken, kurz warten – und der BMW iX3 lädt. Ich musste weder die mobility+ App öffnen noch meine Ladekarte herausholen, einen QR-Code scannen oder in der App einen Start-Button drücken.
Wie weit geladen wird, richtet sich nach dem im Fahrzeug eingestellten Ladeziel beziehungsweise danach, wann ich den Vorgang selbst beende. AutoCharge legt keinen Ziel-SoC fest. Beenden kann ich den Ladevorgang weiterhin ganz normal an der Ladesäule.
App und Ladekarte bleiben außerdem nutzbar. Laut EnBW kann ich einen Ladevorgang weiterhin bewusst damit starten; AutoCharge greift, wenn ich den Stecker verbinde, ohne vorher ein anderes Startmedium zu verwenden.
Für die Routen- und Ladeplanung nutze ich zusätzlich A Better Routeplanner mit Live-Daten aus dem BMW iX3. Wie sich ABRP, Android Auto und der OBDLink CX im Alltag ergänzen, beschreibe ich in meinem Praxisbericht zu ABRP und OBDLink CX.
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AutoCharge ist nicht Plug & Charge
Für mich als Fahrer fühlt es sich praktisch gleich an: Stecker rein und der Ladevorgang startet automatisch. Technisch ist EnBW AutoCharge aber nicht dasselbe wie das standardisierte Plug & Charge nach ISO 15118.
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Wo funktioniert AutoCharge?
Laut EnBW sind ungefähr 95 % der eigenen CCS-Ladepunkte AutoCharge-fähig; dazu zählen nach Anbieterangabe alle EnBW-Schnellladesäulen mit mehr als 100 kW in Deutschland. Auch passende Schnellladepunkte von SMATRICS EnBW in Österreich werden unterstützt. Geeignete Standorte lassen sich in der mobility+ App anzeigen oder filtern.
Nicht möglich ist AutoCharge an AC-Ladepunkten oder CHAdeMO-Anschlüssen.Ebenso funktioniert es nicht automatisch an beliebigen Roaming-Stationen im gesamten HyperNetz. Die Fahrzeugkompatibilität und die konkrete Ladesäule bleiben entscheidend.
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Wichtig beim Fahrzeugverkauf
Wird das Auto verkauft, zurückgegeben oder dauerhaft jemand anderem überlassen, sollte die Zuordnung vorher gelöscht werden. Das geht in der mobility+ App unter Profil → Ladekarten & AutoCharge → AutoCharge deaktivieren.
Hintergrund: Bleibt das Fahrzeug mit dem bisherigen Konto verknüpft, könnte eine andere Person andernfalls über diese Zuordnung laden. Ein kurzer Blick in die App spart hier unnötigen Ärger.
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Mein Fazit nach den ersten Einsätzen
Die Einrichtung war leicht verständlich und der zweite Ladevorgang funktionierte genau wie erhofft. Das ist keine Garantie für jedes Fahrzeug oder jeden Ladepunkt, aber mit meinem BMW iX3 war der Ablauf bisher erfreulich einfach.
Nach der einmaligen Einrichtung ist AutoCharge ziemlich genau das, was ich mir unter unkompliziertem öffentlichem Laden vorstelle: hinfahren, Stecker rein, kurz warten, fertig.
Anbieterangaben: EnBW-FAQ zur Elektromobilität und EnBW-Informationen zu AutoCharge.