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Warum ich das BMW-Navi trotzdem ergänze

Das serienmäßige BMW-Navi ist keineswegs schlecht. Es ist hervorragend ins Fahrzeug integriert, vertraut in der Bedienung und für die normale Navigation eine gute Lösung. Mein Interesse an ABRP hatte einen anderen Grund: Bei längeren Fahrten wollte ich die Ladeplanung stärker an meine eigenen Wünsche anpassen.

Konkret wollte ich bestimmte Ladenetze bevorzugen, andere möglichst vermeiden und den aktuellen SoC – also den tatsächlichen Batterieladestand – während der Navigation gut sichtbar haben. Dazu kamen Live-Fahrzeugdaten, die sich unmittelbar auf die weitere Planung auswirken können. Es geht hier also nicht um „BMW schlecht, App gut“, sondern um die für mich passendere Ergänzung.

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Warum ABRP?

Der wichtigste Grund ist für mich die flexible Auswahl der Ladenetze. In meinem Setup kann ich Anbieter beziehungsweise Ladenetze unterschiedlich behandeln: Manche möchte ich eher vermeiden, andere bevorzugen und einzelne besonders stark gewichten.

Wie die entsprechenden Optionen genau heißen, kann sich mit der App-Version ändern. Entscheidend ist für mich das Ergebnis: Auf der langen Fahrt hat diese Priorisierung genau so funktioniert, wie ich es mir gewünscht hatte. Ich musste die vorgeschlagenen Ladehalte nicht einfach nehmen, wie sie kamen.

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Mein Setup im BMW iX3

  • BMW iX3Mein tatsächlich verwendetes Fahrzeug.
  • A Better RouteplannerDie App für Routenplanung und Ladestopps.
  • OBDLink CXDer dauerhaft eingesteckte OBD-Dongle für Live-Daten.
  • Android-SmartphoneVerbindet ABRP mit dem Dongle und dem Fahrzeug.
  • Android AutoBringt die Navigation auf das zentrale BMW-Display.

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OBDLink CX einrichten: überraschend einfach

Vorher hatte ich damit gerechnet, irgendwo tief in Fahrzeugmenüs oder Bluetooth-Einstellungen herumzusuchen. Tatsächlich war die Einrichtung überraschend unkompliziert und praktisch Plug & Play:

  1. 01 · EinsteckenDen OBDLink CX in die OBD-Buchse des BMW iX3 stecken.
  2. 02 · EinschaltenDas Fahrzeug vollständig einschalten.
  3. 03 · Verbindung startenIn ABRP die Verbindung mit Fahrzeug beziehungsweise OBD-Dongle beginnen.
  4. 04 · Anleitung folgenDie App führt Schritt für Schritt durch den Vorgang.
  5. 05 · Bluetooth aktivierenBluetooth am Smartphone muss eingeschaltet sein.
  6. 06 · Dongle auswählenDen OBDLink CX in der App auswählen.
  7. 07 · Pairing durchführenDie Kopplung bestätigen.
  8. 08 · FertigIm Fahrzeug selbst waren keine zusätzlichen Einstellungen nötig.

Mehr war bei mir nicht erforderlich. Der Dongle war außerdem deutlich kleiner, als ich ihn mir vorher vorgestellt hatte.

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Diese Live-Daten sehe ich in ABRP

Ohne aktuelle Fahrzeugwerte muss eine externe Routenplanung stärker mit allgemeinen Annahmen arbeiten. Mit dem OBDLink CX zeigt ABRP in meinem Setup Werte an, die sich auf das tatsächlich verwendete Fahrzeug beziehen:

  • SoCDer aktuelle prozentuale Batterieladestand.
  • AkkukapazitätDie in ABRP angezeigte Kapazität des Akkus.
  • Aktuelle LeistungDie momentan angezeigte Fahrzeugleistung.
  • AkkutemperaturDie angezeigte Temperatur des Akkus.
  • FahrzeugstandortDie aktuelle Position während der Navigation.

Besonders praktisch finde ich den sichtbaren SoC: Während der Navigation steht der aktuelle Akkustand gut erkennbar im Blickfeld. Im normalen BMW-Navi empfinde ich diese Information nicht als vergleichbar prominent dargestellt.

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Einmal koppeln, danach automatisch verbinden

Der OBDLink CX bleibt bei mir dauerhaft eingesteckt. Wenn ich mich vom Fahrzeug entferne, wird die Verbindung getrennt; in unmittelbarer Nähe funktioniert sie noch einige Meter.

Komme ich zurück und schalte den iX3 richtig ein, verbindet sich das Setup automatisch wieder. Nur neben dem Auto zu stehen, reicht dafür nicht. Ein neues manuelles Pairing vor jeder Fahrt war bisher nicht notwendig – genau so unkompliziert, wie ich es mir gewünscht hatte.

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Android Auto, BMW-Display und Head-up-Display

Ich nutze ABRP inzwischen ausschließlich über Android Auto zur Navigation. Die Kartendarstellung auf dem zentralen BMW-Display wirkt auf mich nahezu gleichwertig zur serienmäßigen BMW-Navigation. Im Alltag fühlt sich das wesentlich weniger nach Fremdkörper an, als ich erwartet hatte.

Angezeigt werden die normale Karte, der nächste Stopp, die erwartete Ankunftszeit und der voraussichtliche SoC bei Ankunft. Bei einem Ladestopp sehe ich außerdem das empfohlene Ladeziel in Prozent und die ungefähr benötigte Ladezeit. Vorgeschlagene Alternativrouten erscheinen ebenfalls – einschließlich ihrer möglichen Zeitersparnis.

Besonders überrascht hat mich das Head-up-Display: In meinem iX3 erscheinen auch bei der Navigation mit ABRP über Android Auto Richtungspfeile. Außerdem springt die physische Taste „MAP“ an der Mittelkonsole bei mir zur aktiven Android-Auto-Navigation beziehungsweise zu ABRP und nicht automatisch zurück ins BMW-Navi. Beides ist meine persönliche Beobachtung mit genau diesem Setup; für jede BMW- oder App-Kombination möchte ich das nicht versprechen.

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Ein kleiner Haken: die Alternativrouten

Nicht alles war sofort selbsterklärend. Gerade am Anfang fand ich die Darstellung von Alternativrouten etwas gewöhnungsbedürftig: Soll ich jetzt dort entlangfahren oder zeigt die App nur eine mögliche andere Strecke?

Nach kurzer Zeit war die Logik klar. Eine Angabe wie -7 steht beispielsweise für eine vorgeschlagene Alternative mit ungefähr sieben Minuten Zeitersparnis. Teilweise wollte mich ABRP allerdings schon für relativ kleine Zeitgewinne von der Hauptroute herunterlotsen. Das fand ich nicht immer sinnvoll – man kann solche Vorschläge aber einfach ignorieren und auf der ursprünglichen Route bleiben.

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Ladenetze auswählen und einen Stopp spontan ändern

Die Priorisierung meiner bevorzugten Ladenetze hat auf der Fahrt sehr gut funktioniert. Genau diese Kontrolle war einer der Hauptgründe dafür, ABRP zusätzlich zum BMW-Navi auszuprobieren.

Auf der Rückfahrt wollte ich den letzten geplanten Ladestopp spontan ändern. Während der Fahrt habe ich den bestehenden Halt ausgewählt, nach einer Alternative gesucht und stattdessen einen EnBW-Lader gewählt – unter anderem, weil ich dort AutoCharge einrichten beziehungsweise nutzen wollte. Der neue Stopp ließ sich direkt in die Route übernehmen.

Mein Eindruck: einfach, schnell und genau die Flexibilität, die ich mir gewünscht hatte. Das bedeutet nicht, dass Änderungen im BMW-Navi grundsätzlich unmöglich wären. Mir ging es um die angenehmere Bedienung für meinen konkreten Anwendungsfall.

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Erste Langstrecke: rund 600 km mit ABRP und OBD

Insgesamt war ich ungefähr 600 km mit ABRP und OBD-Livedaten unterwegs. Für die Autobahnabschnitte war die Planung auf ungefähr 130 km/h ausgerichtet. Die anfänglichen Prognosen wirkten auf mich vernünftig und realistisch.

Wirklich interessant wurde es unterwegs: Mehrfach gab es Stau oder starken Verkehr, sodass ich zeitweise deutlich langsamer gefahren bin als ursprünglich vorgesehen. Dadurch sank auch der tatsächliche Energieverbrauch.

ABRP hat die Planung während der Fahrt entsprechend angepasst: Der erwartete SoC am nächsten Stopp beziehungsweise am Ziel veränderte sich, ebenso die benötigte Ladezeit und das empfohlene Ladeziel. Teilweise sollte ich sogar etwas weniger laden als anfangs geplant, weil der reale Verbrauch für den nächsten Abschnitt niedriger ausfiel.

Gerade diese laufende Anpassung an den tatsächlichen Fahrtverlauf war für mich einer der überzeugendsten Punkte. Die einzelnen Etappen habe ich dabei nicht auf Prozentpunkte genau protokolliert – deshalb möchte ich daraus keine künstliche Genauigkeit ableiten.

Eigene Fahrt nachrechnenVerbrauch aus SoC schätzen

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BMW-Navi und ABRP: mein persönlicher Vergleich

Das BMW-Navi bleibt die native und sehr gut integrierte Lösung. ABRP passt aktuell besser zu meinen Wünschen auf längeren Strecken. Die Unterschiede sind für mich eher eine Frage der persönlichen Prioritäten als ein pauschaler Wettbewerb.

KategorieBMW-NaviABRP mit OBDLink CX
FahrzeugintegrationNative BMW-Lösung, direkt und vollständig ins Fahrzeug integriert.Über Android Auto überraschend gut integriert, mit Karte im Zentraldisplay und Richtungspfeilen im HUD.
Sichtbarer SoCWährend der normalen Navigation für mich nicht vergleichbar praktisch permanent sichtbar.Der aktuelle SoC ist während der Navigation gut sichtbar.
Ladenetz-AuswahlPasst weniger gut zu meinen persönlichen Wünschen bei bevorzugten Ladenetzen.Sehr flexible Priorisierung, die auf der langen Fahrt für mich bestens funktioniert hat.
Live-AnpassungBMW-eigene Routen- und Ladeplanung; kein direkter Vergleich einzelner Prognosen.Erwarteter SoC, Ladezeit und Ladeziel wurden an den tatsächlichen Fahrtverlauf angepasst.
BedienungVertraut, direkt verfügbar und nativ.Nach kurzer Eingewöhnung sehr gut; die Alternativrouten waren anfangs nicht sofort intuitiv.

Für meine eigenen Anforderungen an Langstrecken und Ladenetz-Auswahl bevorzuge ich derzeit ABRP. Das BMW-Navi bleibt trotzdem ein gutes System.

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OBDLink CX: würde ich ihn wieder kaufen?

Der Dongle ist deutlich kleiner, als ich erwartet hatte, war unkompliziert eingerichtet und bleibt dauerhaft eingesteckt. Die automatische Wiederverbindung funktioniert, und ABRP bekommt die Live-Daten, die für meinen Einsatz interessant sind. Probleme hatte ich bislang keine.

Würde ich den OBDLink CX nach meinem bisherigen Stand wieder kaufen? Ja. Das ist meine persönliche Erfahrung im BMW iX3 – keine Aussage über jahrelange Haltbarkeit oder die Funktion in jedem anderen Fahrzeug.

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Mein Fazit nach rund 600 km

ABRP und der OBDLink CX haben sich für mich bereits als funktionierende Ergänzung beziehungsweise Alternative zum BMW-Navi bewährt. Besonders überzeugen mich die einfache Einrichtung, der gut sichtbare Live-SoC, die Android-Auto-Integration inklusive HUD-Hinweisen und die flexible Auswahl meiner bevorzugten Ladenetze.

Dazu kommt die laufende Anpassung von Prognose, Ladeziel und Ladezeit an den tatsächlichen Verbrauch. Auch einen Ladestopp unterwegs spontan zu ändern, war unkompliziert. Lediglich die Darstellung der Alternativrouten brauchte etwas Eingewöhnung, und nicht jeder Vorschlag für ein paar Minuten Zeitgewinn ist für mich sinnvoll.

Unterm Strich passt das Setup gut zu dem, was ich auf längeren Fahrten gesucht habe: mehr Kontrolle über die Ladeplanung, ohne auf eine angenehme Navigation im BMW verzichten zu müssen.